MiC 4.0 Basics und Arbeitskreise

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MiC 4.0 im digitalen Umfeld

Problemstellung

  • Jeder Hersteller von Baumaschinen hat sein eigenes „Digitalisierungsmodell“.
  • Herstellerübergreifende Kommunikation und Datenaustausch ist derzeit nicht realisierbar.
  • Es fehlt an einheitlichen Schnittstellen zur Dokumentation und Koordination des Bauablaufs.
  • Anwender müssen individuelle Lösungen zeit- und kostenintensiv selbst erstellen

Zielsetzung

  • Hersteller- und branchenübergreifendes Verständnis und Kommunikation digitaler Zustands-, Prozess- und Qualitätsdaten entlang des gesamten Bauprozesses
  • „MiC 4.0 Konformität“ von Baumaschinen und Baustoffanlagen im digitalen Umfeld
  • Anwender und Betreiber von Maschinen erhalten ein einheitliches Datenformat

Lösungsweg

  • Hersteller und Anwender erarbeiten gemeinsam Lösungen bezüglich Daten, Datenformat und Datenübermittlung.
  • Übermittlung von ISO-Norm-konformen Daten
  • Gemeinsames, herstellerübergreifendes und maschinentypunabhängiges, Datenformat

Im Detail handelt es sich um die Fortführung der Arbeiten aus den Arbeitskreisen:

 

Im Bereich Maschinendaten gibt es folgende sieben Cluster:

  • Cluster 1 – Erdbewegungsmaschinen
  • Cluster 2 – Krane
  • Cluster 3 - Spezialtiefbau
  • Cluster 4 - Straßenbau
  • Cluster 5 - Betontechnik
  • Cluster 6 - Baustoffanlagen
  • Cluster 7 – Anbaugeräte

Kommunikation mit dem Trägergerät

Die Kommunikation von Anbaugeräten mit dem Trägergerät ist ein ganz wichtiger Aspekt zur sicheren Verwendung des Anbaugerätes. 

Kurzfristiges Ziel ist es, eine geeignete Kommunikation des Anbaugerätes mit dem Trägergerät zu erreichen, um das Anbaugerät am Trägergerät genau zu identifizieren.

Dies soll zur sicheren Verwendung die erforderlichen Einstellungen zwischen Anbaugerät und Trägergerät sicherstellen, um Beschädigungen und Gefährdungen bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Des Weiteren soll das Anbaugerät in einem nächsten Schritt die gewünschten und erforderlichen Daten über seinen Zustand und die verrichteten Arbeiten liefern (Zustands- und Qualitätsdaten)

Die Datenerfassung, Datenbesitz, Datenauswertung und die anschließende Verwendung der Daten werfen eine Vielzahl von Fragen auf. Datenschutz spielt hierbei eine wesentliche Rolle.

Kurzfristiges Ziel ist es, geeignete Instrumente zu erstellen, die den betroffenen Akteuren eine Hilfestellung im Umgang mit diesen Aspekten geben soll. Musterverträge und Informationsbroschüren sollen erste Lösungsansätze für individuelle Vertragsgestaltungen zum Umgang mit Daten vorstellen.

 

Die M2M Communication

Maschine zu Maschine Kommunikation

Die Kommunikation von Maschinen untereinander ist ein ganz wichtiger Aspekt der Digitalisierung. Vision der fernen Zukunft ist die vollautomatische Baustelle.

Kurzfristiges Ziel im Bereich M2M Kommunikation und im dafür zuständigen Arbeitskreis Systemarchitektur/Datei-formate ist die herstellerübergreifende und maschinenunabhängig Einigung auf eine einheitliche Übertragung der Daten auf den jeweils gleichen Kanal und im gleichen Sende-/ Datenformat.

Eine spätere und zeitintensive „Übersetzung“ und Anpassung der Daten kann somit entfallen.

M2B Communication

Maschine zu BIM Kommunikation

Ein wesentlicher Aspekt der von Seiten der Anwender gewünschten Leistungen ist die Verwendungsfähigkeit der gewonnenen Daten in Building Information Modeling – kurz BIM. Hierzu können die gleichen Datenströme und Datenformate aus dem Bereich Systemarchitektur/Datenformate genutzt werden.

Kurzfristiges Ziel ist die vereinfachte Verwendung und Pflege von BIM aufgrund verbindlicher und herstellerübergreifender Datenschnittstellen zu BIM.

Einheitliche, maschinen- und herstellerübergreifende Symbolik

Die Symbolik und Anzeige auf Maschinen mit vergleichbaren Tätigkeiten sind teilweise grundverschieden. Angesichts des Fachkräftemangels bedienen heute jedoch wenige Maschinenführer mehrere unterschiedliche Maschinentypen verschiedener Hersteller. Eine Vereinheitlichung wesentlicher Bedienelement, basierend auf der ISO 7000, wäre im Sinne der Anwender von Vorteil.

Ziel ist die Entwicklung von Standards für die Strukturen, Prozesse und Symbole zur Bedienung von mobilen Arbeitsmaschinen. Hierzu werden an Hand von drei weit verbreiteten Maschinentypen (Walzen, Radlader, Straßenfertiger) die Strukturen, Prozesse und Symbole betrachtet und eine weitestgehende Einheitlichkeit der Erkennung und Bedienung auf einem nahezu einheitlichen Display erarbeitet.


Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft MiC 4.0 können aktiv die vor uns liegenden Aufgaben mitgestalten und die zu erarbeitenden Lösungen maßgeblich bestimmen und beeinflussen.

Die im Rahmen der MiC 4.0 erarbeiteten Informationen und Ergebnisse stehen exklusiv den Mitgliedern der MiC 4.0 zur Verfügung.